Vor einigen Monaten habe ich in einem Hyperfokus angefangen, meine Fortbildung in ein Buch zu gießen, damit die Teilnehmer*innen meiner Veranstaltungen noch einmal alles in Ruhe nachlesen und vielleicht mit anderen Lehrpersonen teilen können. Es gibt nämlich viel zu wenig richtig gute Bücher über ADHS für Lehrkräfte, und das wollte ich ändern.
Sehr ADHS-typisch habe ich dann in meinem Feuereifer einige Tage und Nächte kaum geschlafen noch gegessen. Der Geistesblitz hatte eingeschlagen und wollte, dass ich dieses Buch in einem Rutsch fertig schreibe. Wie jedes Mal, wenn er einschlägt. Leider reicht die Länge des jeweiligen Hyperfokusses aber nie bis zur Fertigstellung eines ganzen Buches, weshalb mehrere Zweidrittelwerke auf meinem Rechner (vermutlich vergebens) auf ihre Fertigstellung warten.
Mein Hyperfokus hat ein Eigenleben. Er kommt völlig unangekündigt, bestimmt mein Leben und verschwindet ohne jede Vorwarnung. Ist er dann weg, ist es mir nahezu unmöglich, am jeweiligen Projekt weiterzuarbeiten, denn das Sprudeln meiner Ideen ist dann schlagartig vorbei. Hinter dem Hyperfokus wartet in der Regel eine extreme Müdigkeit oder auch schon die nächste Idee. Aber die ursprüngliche Inspiration ist weg, was man auch den Ergebnissen anmerkt, die entstehen, wenn ich mich trotzdem zwinge, weiter zu schreiben.
Genau das ist mir also mit meinem Buch zur Fortbildung passiert. Es fing fulminant an. Ein grandioser Start! Ein fantastisch spritziger Schreibstil. Jede Menge toll aufgearbeitete Inhalte, Beispiele... Und dann: Zack!, ging es urplötzlich nicht weiter.
Ich wünsche mir und den Schulteams da draußen, dass mein Hyperfokus doch in einem unverhofften Moment wieder zurückkommt. Drückt mir gerne mal die Daumen!!!





















0 Kommentare